Das Bewilligungsverfahren § 14 NÖ BO 2014

Die für die Einreichung eines Bauvorhabens notwendigen Pläne und Berechnungen sind von Fachleuten zu erstellen, die dazu gewerberechtlich oder als Ziviltechniker befugt sind.

Notwendige Antragsbeilagen im Bewilligungsverfahren gem. § 18 NÖ BO 2014 sind:

  • Bauansuchen (Unterschrift Bauwerber/Eigentümer)
  • Grundbuchsauszug (nicht älter wie 3 Monate)
  • 3 x Bauplan (Unterschrift Verfasser)
  • 3 x Baubeschreibung (Unterschrift Verfasser)
  • 3 x Energieausweis, wenn erforderlich
  • Nachweis der Grundgrenzen wenn erforderlich
  • Ausgefülltes GWR-Datenblatt
  • Betriebskonzept (3-fach) (bei Bauvorhaben im Grünland erforderlich)

Die Baubehörde hat über einen Antrag nach § 14 NÖ BO binnen 3 Monaten zu entscheiden, wobei die First erst mit dem Einlangen aller erforderlichen Unterlagen zu laufen beginnt.

Das Recht aus einer Baubewilligung (§ 23 Abs. 1) erlischt, wenn die Ausführung des bewilligten Bauvorhabens nicht binnen 2 Jahren ab der Erlassung des letztinstanzlichen Bescheides der Behörde nach § 2 begonnen (Baubeginnsmeldung)  oder binnen 5 Jahren ab ihrem Beginn fertiggestellt wurde.

Ein Bauvorhaben gilt erst dann als fertiggestellt, wenn alle erforderlichen Unterlagen der Baubehörde vorliegen (z.B.  Bauführerbestätigung, Elektro-Protokoll, Kaminbefunde.....)

    




Das Anzeigeverfahren gemäß § 15 NÖ BO 2014

Notwendige Antragsbeilagen im Anzeigeverfahren gem. § 15 Abs. 3 NÖ BO 2014 sind:

  • Schriftliche Bauanzeige (mit Unterschrift des Bauwerbers)
  • 2 x maßstäbliche Darstellung des Bauvorhabens (Grundriss, Schnitt, Ansichten, Lage)
  • 2 x Baubeschreibung
  • Ev. 2 x Energieausweis (wenn >25% der Gebäudehülle betroffen)
  • Bei Heizkesseln Prüfbericht
  • ggf. Unterlagen für Photovoltaik-Anlagen
  • wird ein Carport (überdachte und höchstens an einer Seite abgeschlossene bauliche Anlage) errichtet, ist die Zustimmung des Nachbarn beizulegen

Außer im Falle der Errichtung eines Carports, haben Nachbarn im Anzeigeverfahren keine Parteistellung!

Wenn alle Unterlagen, die zur Beurteilung des Bauvorhabens erforderlich sind der Baubehörde vorliegen, hat die Baubehörde die Anzeige binnen 8 Wochen zu prüfen.

Der Anzeigeleger darf das Vorhaben ausführen, wenn die Baubehörde innerhalb der Frist nach § 15 NÖ BO 2014  Abs. 4 erster Satz oder Abs. 5 zweiter Satz das Vorhaben nicht untersagt oder zu einem früheren Zeitpunkt mitteilt, dass die Prüfung abgeschlossen wurde und mit der Ausführung des Vorhabens vor Ablauf der gesetzlichen Fristen (8 Wochen) begonnen werden darf.

Das Recht zur Ausführung eines Vorhabens nach § 15 erlischt, wenn mit seiner Ausführung nicht binnen 2 Jahren ab dem Ablauf der Fristen nach § 15 Abs. 4 und 5 begonnen oder es nicht binnen 5 Jahren ab seinem Beginn fertiggestellt worden ist.