Über die Gemeinde

                Herzlich willkommen in Wallsee-Sindelburg

        
           
    Kontakt:
                Marktgemeinde
                Wallsee - Sindelburg
                Marktplatz 2
                A-3313 Wallsee, Österreich


Eingebettet im nordwestlichen Teil des Mostviertels, im Süden von der Westautobahn und im Norden gegen das Mühlviertel hin von der Donau begrenzt, liegt die Gemeinde Wallsee-Sindelburg mit einer Fläche von 26 km² und 2.050 Einwohnern laut Volkszählung 2001. Gemeinsame Gemeindegrenzen gibt es im Osten mit Ardagger und Zeillern, im Süden Oed-Öhling, Aschbach und Wolfsbach, im Westen mit Strengberg und im Norden – getrennt durch die markante Donaugrenze - mit Mitterkirchen, wobei die Donau nicht immer identisch ist mit der Landes- und Gemeindegrenze.

Die Gemeinde, welche 1971 aus den Gemeinden Wallsee und Sindelburg gebildet wurde, besitzt seit dem 14. Jahrhundert das Marktrecht. Seit der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ist die Verwendung eines Marktsiegels überliefert.

Es waren verschiedene Siegel in Gebrauch. Aus den Jahren 1631 und 1633 ist ein großes Marktsiegel erhalten, das im unteren Feld einen Mühlstein und oben über Wellenlinien einen Fisch oder ein Ungeheuer zeigt.

Dass die Gegend von Wallsee und Sindelburg uralter Siedlungsboden ist und schon in er Steinzeit bewohnt war, lässt sich aus Funden von steinzeitlichen Werkzeugen nachweisen.

Die genauere geschichtliche Kenntnis der Vergangenheit des Ortes aber beginnt mit der Römerzeit. Nach langjährigen Beobachtungen und eingehenden Untersuchungen konnte im Bereich des heutigen Marktplatzes ein mächtiges römisches Kastell mit Abmessungen von 160 x 200 m eruiert werden. Eine Arbeit des verstorbenen Erzherzogs Theodor Salvator versucht nachzuweisen, dass dieses Limeskastell das in der antiken Literatur angeführte „Adiuvense“ war. Zahlreiche Funde bei Grabungsarbeiten bringen immer wieder Beweise über die Anwesendheit römischer Legionstruppen zu Tage.

Wirtschaftlich waren Wallsee und Sindelburg seit dem Mittelalter und bis nach dem 1. Weltkrieg sehr eng mit der Gutsherrschaft des Schlosses verbunden. Erwähnenswert erscheint auch der Salzhandel, an den noch der Name des „Salzhauses“ in Wallsee erinnert. Seit Beginn des 16. Jahrhunderts bis zum Jahre 1895 bestand am Sandsteinfelsen unterhalb des Schlosses eine Mühlsteinindustrie, die ihre Mühlsteine auf der Donau bis Ungarn und ans Schwarze Meer lieferte.

Die Zunft der Mühlsteinbrecher errichtete auch die Filialkirche in Wallsee, die St. Anna-Kapelle. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die wirtschaftliche Entwicklung mehr von der Donau her geprägt, was sich vor allem durch das Schifffahrtsunternehmen Brandner und den Bau des Donaukraftwerkes Wallsee-Mitterkirchen ausdrückt.

Kopie von St-Annakapelle.jpg
St. Annakapelle